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it's a dark road that leads to my house - Threshold
...she walked in through the out door.
dalaruan
dalaruan
it's a dark road that leads to my house
War never left them.

War was in every door my father left ajar
War was in every jet fighter he sensed from far distance
War was in every road traffic victim drenched in blood with dislocated extremities

War was in my mother's hoarding of food
War was in the sound of fireworks at New Year's Eve
War was in her hate of snow and winter's coldness.

They never talked about it.

About the war captivity. The routine of murder for a soldier in aerial warfare. 
About months on the trek during a winter with -32°C / -26°F, the front breathing down the neck
About the loss of home, about starving, killing, barbarity, chaos, downfall.

Echternach, Feb 21, 1945


They never talked about it and they never left it. 

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Comments
From: amorphismen.wordpress.com Date: November 24th, 2011 04:59 pm (UTC) (Link)
Schweigen, Verschweigen ist die Gestalt, in der das Grauen kontinuierlich bewahrt, aufgehoben werden kann. Aufbewahrt als solches, lebendig, und nicht als bloße Erinnerung, als Leiche im Keller des Gewesenen. Das Aussprechen, das In-die-Form-der-Sprache-Bringen, würde es als Singularität, als Grabmal oder Jahrestag, als bloßen Stein gelegentlichen Anstoßes, als umgehbaren Ort der Tränen schwinden und verschwinden lassen. Dem Grauen würde dadurch seine Ungeheuerlichkeit einbüßen. Gemindert würde also der Stolz, es überlebt, und DADURCH besiegt zu haben. Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht ist das Schweigen eine magische Technik: Das Dämonische beim Namen zu nennen, birgt die Gefahr, es hervorzulocken. Mit Verschweigen wird es ins Nichtsein verbannt. Schweigen als der schwere Stein, der vor das Grab gerollt ist. Und das Grauen modert vor sich hin und bewegt nichts mehr in der sinnlichen Welt.
dalaruan From: dalaruan Date: November 24th, 2011 09:13 pm (UTC) (Link)
Würde es nichts mehr bewegen! Es bricht sich bisweilen Bahn in der nächsten Generation, in Gefühlen, Ahnungen, somatischen Dissonanzen, die aus den eigenen gelebten Erfahrungen nicht erwachsen sein können. Wohl dem, der seine Wurzeln kennt, der den Ahnenteppich heben und hervorkehren kann, was darunter ist.
From: amorphismen.wordpress.com Date: November 24th, 2011 10:47 pm (UTC) (Link)
Wie das 'schuldlos schuldig' der sophokleischen Tragödie. Die Götter verfolgen es über ganze Generationen.
Erst am Ende weiß Ödipus, daß er das Geschick dadurch erst erzeugte, indem er es zu verhindern versuchte.
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