D. (dalaruan) wrote,
D.
dalaruan

doubtful circumstance

Petrarca, Canzoniere XXXII

Quanto più m’avicino al giorno estremo
che l’umana miseria suol far breve,
più veggio il tempo andar veloce e leve,
e ’l mio di lui sperar fallace e scemo.
      I’ dico a’ miei pensier: - Non molto andremo
d’amor parlando omai, ché ’l duro e greve
terreno incarco come fresca neve
si va struggendo; onde noi pace avremo:
      perché co llui cadrà quella speranza
che ne fe’ vaneggiar sì lungamente,
e ’l riso e il pianto, e la paura e l’ira.
      Sì vedrem chiaro poi come sovente
per le cose dubbiose altri s’avanza,
e come spesso indarno si sospira.


Helen MacDonald - Cemetery Scotland


Nachdichtung von Johann Gottfried Herder (1791)

Je mehr ich mich dem letzten Tage nahe,
Der endlich kürzet unser menschlich Elend;
Je mehr erseh' ich, wie die Zeit dahinfliegt,
Und was ich von ihr hofte, mit ihr flieget,

Nicht lange, sprech ich denn zu meiner Seele,
Nicht lange werden wir, von Liebe schwätzend,
Zusammen fürder gehn. Die Last der Erde
Zerschmilzt wie frischer Schnee: dann ruhn wir beide.

Mit ihr dann sinkt auch jene Hoffnung nieder,
Die Eitle, die so lang mich irre führte,
Schmerz, Freude, Furcht und Zorn sind dann vorüber.

Dann werden wir erkennen, wie so öfters
Ein scheinbar Unglück unser bestes Glück war;
Und wie so öfters wir ohn Ursach weinten.

Tags: death
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